Ausgabe Nr.
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J M upload 02.09.2018, Viva Edition 55 | Print article

Buggy Pirates

„Erlebe Gran Canaria wie nie zuvor!“ Dieser Slogan auf der Webseite der Buggypirates weckte unser Interesse auf unserer unaufhörlichen Suche nach neuen Themen. Also machten wir uns auf den Weg zum eingesessenen Veranstalter für Exkursionen, die seit sieben Jahren mit den größten Reiseunternehmen zusammenarbeiten, wie z. B. TUI, FTI, Alltours, Kuoni, Schauinsland-Reisen oder der Lopesan Gruppe. In Meloneras, unweit des Leuchtturms, ist der Startpunkt der täglich stattfindenden Cabrio Tour.   international bei 

Buggypirates

Einer der beiden Geschäftsführer, Bodo Hubert, empfing uns und buchte uns gleich zu einer Gruppe dazu. Er war geradezu begeistert, dass er sein Briefing an diesem Morgen nur in einer Sprache machen musste, denn ansonsten sind die Teilnehmer aus aller Welt bunt gemischt. Wir erfahren einige Dinge rund um die Tour dieser Abenteuerfahrt, sei es zum Thema rauchen, Fahrverhalten, Alkohol- und Drogenkonsum sowie Versicherungstechnisches. 

Und dann kommt schon unser „Cabrio Guide“ an diesem Morgen ins Spiel. Juan Sanchez, der uns nach 25 Jahren in Regensburg mit einem sehr guten Deutsch und einem sympathischen bayerischen Akzent überrascht, liegt die Arbeit mit Menschen im Blut. So hat er gleich von Beginn an mit seinen Späßen den Teilnehmern das eine oder andere Lächeln abverlangt und das sollte auch während der Fahrt so bleiben, wie ich später erfahren durfte. Und nun ging es in die Garage zur Zuteilung der Cabrios. Eine kurze Einschulung mit Wissenswertem rund um diese Autos, wie „direkte Lenkung“ oder 4-Gang-Schaltung etc.

Es geht los auf Tour durch die Berge

Das Einsteigen ist nicht „Lady like“, denn es gibt keine Türen. Aber genau das macht auch ein wenig dieses Abenteuergefühls aus. Das Motorengeräusch der Autos hat die Parkgarage in Besitz genommen. Ein wenig Aufregung macht sich bei den Teilnehmern breit, denn man hat weder Übung im Navigieren dieser Autos, noch weiß man, wohin es geht. Schließlich fahren wir schön langsam raus aus dem Gebäude und folgen dem Vordermann. Das machen wir auch während der folgenden Tour brav - so wie alle anderen. 

Von Meloneras aus chauffieren wir auf der Straße in Richtung Pasito Blanco und weiter entlang der Küste in Richtung Arguineguín. Das Fahrgefühl ist fantastisch und das Sitzgefühl ist gar nicht holprig, wie ich es mir gedacht hätte. Nur die Temperaturen sind um 8.00 Uhr morgens relativ frisch und gut, dass wir Jacke und Schal mithaben. Eine Kappe wäre allerdings auch nicht schlecht gewesen, dann also beim nächsten Mal. Bei El Pajar biegen wir nordwärts in Richtung „Cercado de Espino/Soria“. 

Von Orangenblüten zu den Pinienwäldern

Die Sonne zaubert ein wunderbares Schattenspiel der riesigen Bananenpflanzen, die hier angebaut werden und der wunderbare Duft der blühenden Orangenbäume kitzelt unsere Nase. Auf der Straße herrscht wenig Verkehr und das bietet immer wieder die Möglichkeit, sich auch mal umzudrehen und der Gruppe zu winken (vorausgesetzt man sitzt nicht hinter dem Lenkrad). Sanft aber allmählich führt die Tour in höhere Regionen.

Die Natur sorgt mit ihrer Blütenpracht für visuelle Streicheleinheiten. Gelbe, rosa oder lilafarbene Blüten unterbrechen die grünen Büsche. Wir biegen schließlich in eine schmale, steile Straße hoch in Richtung Presa de las Niñas und immer wieder versuchen die bunten Blumenteppiche, ein Stück    der Straße zu erklimmen, so als ob sie diese wieder „einverleiben“ wollen. Noch immer geht es stetig bergauf und die Sonne sorgt inzwischen für ein warmes angenehmes Fahrgefühl. 

Fantastische Ausblicke

In sanften Kurven führt die Strecke durch Pinienwälder, die mit fortschreitenden Kilometern dichter werden. Die Bäume sorgen für schattige Fahrtpassagen auf der Straße. Hier ist eines der Naturschutzgebiete von Gran Canaria und wer durchfährt, der weiß auch warum. 

Die Aussichten sind immer wieder spektakulär. Vor dem Stausee machen wir unseren zweiten Stopp und vertreten uns ein wenig die Beine. Raucher nützen dankbar die Möglichkeit, ihrer Sucht nachgehen zu können. Von hier aus geht es weiter in Richtung Cruz de San Antonio und Pinar las Fontanales. Viele Mandelbäume sorgten Ende Januar und im Februar für einen Farbrausch mit ihren dichten rosa Blüten. Diese sind nun den grünen Blättern gewichen.

Zum Wahrzeichen Roque Nublo

Die Cabrio Tour führt weiter hoch bis zum Roque Nublo, dem Wahrzeichen schlechthin von Gran Canaria. Neben ihm sind die Felsformationen „der Frosch“ und „der Mönch“ klar zu sehen. Eine Aussichtsplattform bietet wieder Gelegenheit, die Gegend zu überblicken. 

Nun geht die Tour weiter zum nächsten Stausee „Presa de Chira“ und ein kleines Stück Offroad auf einer Schotterpiste gibt den ultimativen Kick. Die wird allerdings nicht immer angefahren, sondern vom Cabrio Guide spontan entschieden. Weiter geht es zum Gemeindehauptstädtchen Tunte und mit den Motoren sorgt man beim Durchfahren für Aufmerksamkeit bei der heimischen Bevölkerung, die ansonsten eher ein beschauliches Leben führt. Die anderen Fahrtgäste, klassische Touristen, sind besonders von den Ansiedlungen angetan. Von der Caldera de Tunte aus, geht es nun süd- und abwärts. Kurvenreich führt die Strecke hinunter in Richtung Fataga. Die Pinienwälder weichen im „Tal der Tausend Palmen“ eben diesen kanarischen Palmen (phoenix canariensis). 

Abgelegene Dörfer und Wälder

Der schmucke Ort strahlt uns von weitem mit den weißen Häuserfassaden und den durchgängig roten Terracotta-Dachziegeln an. Die Altstadt wurde übrigens zum UNESCO-Kulturerbe erklärt und im Laufe der Zeit haben sich so einige Künstler hier angesiedelt.

Das restliche Stück der Tour führt hoch zur „Degollada“, unserem letzten Stopp mit spektakulärer Panoramasicht. Man überblickt die Tiefen des Barranco, aber sieht auch das Meer und Maspalomas. Und nun, um etliche Eindrücke bereichert und gut gelaunt, geht es wieder in das belebte Treiben in der Touristenhochburg von Maspalomas und weiter zum Ausgangspunkt in Meloneras. 

Fazit

Es ist eine wunderbare Strecke, die für jeden gut zu fahren ist. Diese Cabrio Tour sorgt mit wenig Verkehr für wenig Stress. Man hat einen ausgezeichneten Eindruck über die vielfältige Pflanzenwelt und die abwechslungsreiche Landschaft von Gran Canaria mit seinen beschaulichen Dörfern. Die Krönung sind sicher die vielen sensationellen Ausblicke während der Fahrt und bei den diversen Stopps. Wer staubig werden möchte, sollte doch bei einer Buggy-Tour mitfahren. Das Team der Buggypirates haben für unsere Viva Leser ein super Schnupper-Angebot ausgearbeitet mit fast 20 Prozent Rabatt exklusiv bei Vorlage Ihres Magazins. 

Wir wünschen eine spannende Entdeckungsfahrt!