Ausgabe Nr.
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J M upload 24.10.2014, Viva Edition 64 | Print article

Kanarischen Inseln, das Tor in den Wirtschaftsraum Afrika

Vergangene Woche fand unter Beisein von Kanarenpräsident Paulino Rivero eine zweitätige Konferenz mit Wirtschaftsvertretern aus Miami, Singapur sowie hiesigen Unternehmen statt. Hintergrund ist die Positionierung der Kanaren als Standort unter dem Motto „Canary islands, european business hub in Afrika“. Interessant seien vor allem Unternehmen aus den USA mit dem bereits ein Doppelbesteuerungsabkommen unterzeichnet wurde. Der Archipel möchte sich aufgrund seiner geostrategisch optionalen Lage international als Wirtschaftsstandort und als eine Art Kompetenzzentrum für Westafrika etablieren, ähnlich wie Miami und Singapur.

Für Investoren sprechen für den afrikanischen Markt Faktoren wie Lebensstandard, Bildungsstandard, Verkehrsanbindung (Luft, Land und Meer) sowie die ökonomische und politische Stabilität. Zollfreizonen oder Steuern in der Höhe von nur 4 Prozent sind nur einige der Faktoren, die für Investoren interessant sein könnten.

Internationale Konzerne, wie beispielsweise das kanadische Bergbauunternehmen Kinross, haben bereits auf den Kanaren Zentralen gegründet, um ihre Förderungen in Mauretanien oder Ghana von hier aus zu betreuen. Einige europäische Firmen (insbesondere aus Norwegen und Schweden) haben begonnen, auf den Kanaren im Bereich neuer Techniken in der Energieversorgung (Wind, Sonne und Meer) zu forschen.

Beratungsfirma Proexa

Unter der Schirmherrschaft der Kanarenregierung wurde eigens das öffentliche Unternehmen Proexca gegründet, das bei den Investitionsprojekten helfen soll. Proexa berät interessierte Firmen vertraulich und kostenlos hinsichtlich der Investitionsmöglichkeiten. Es gibt inzwischen ein Internetportal, das sich an ausländische Investoren, Firmen und Organisationen richtet, die in Westafrika Fuß fassen möchten.

www.proexa.es
www.canaryislandshub.com